Schonende Therapie
beim Prostatakrebs

 

Alternative minimalinvasive Operation
vermindert Risiken

Prostatakrebs auf schonende Weise und fast ohne lästige Folgen zu ope-
rieren – das ist möglich mit einem alternativen Verfahren im Karl-Olga-
Krankenhaus in Stuttgart: bei der radikalen endoskopischen Prostata-
operation (TURPC) wird die Prostata vollständig über die Harnröhre
entfernt. Dieser alternative minimalinvasive, ohne großen Bauchschnitt
erfolgende Eingriff vermindert die Risiken der Inkontinenz und Impo-
tenz der Prostatakrebstherapie.

Rund 9.000 Männer in Deutschland sterben pro Jahr an den Folgen
des Prostatakarzinoms. Mit bis zu 50.000 Neuerkrankungen jährlich in
Deutschland gilt dieser Krebs somit als der häufigste Tumor in den west-
lichen Industrienationen. Bedingt durch genetische Faktoren und ent-
sprechende Lebensgewohnheiten steigt die Anzahl der Betroffenen stetig.
Je früher der Krebs diagnostiziert und behandelt wird, desto eher ist er
heilbar. Machbar ist dies im Rahmen der Krebsvorsorge, bei der unter
anderem auch das Prostata-spezifische Antigen (PSA) im Blut bestimmt
wird: Ein hoher Wert oder ein Anstieg deutet auf einen Krebs hin.
Die Therapie des Prostatakarzinoms ist von der Art und der Ausbreitung
des Tumors abhängig. Bei einer bösartigen Prostatageschwulst,
dem Prostatakarzinom, muss die Drüse mit den Samenblasen und der Kap-
sel komplett entfernt werden, um eine Heilung zu erreichen. Entscheidend für
eine Chance auf Heilung ist, dass der Tumor auf die Prostata begrenzt ist. Hat
der Tumor jedoch bereits Metastasen gebildet und sich in umliegende Organe
ausgebreitet, ist eine Heilung nicht mehr möglich. In diesem Fall ermöglicht die
Entfernung der Prostata bei der radikalen endoskopischen Prostataoperation
dennoch eine bessere Lebensqualität für den Patienten. Dr. Reuter und seine
Kollegen am Karl-Olga-Krankenhaus sind die einzigen Ärzte in Baden-Würt-
temberg, die dieses schonende Verfahren durchführen, welches nicht nur das
Inkontinenz- und Impotenzrisiko auf ein Mindestmaß reduziert.

Inkontinenz (unwillkürlicher Harnverlust) und Impotenz (Verlust der Glied-
steife) sind die wesentlichen Nebenwirkungen der operativen Therapie des Pro-
statakrebses. Der Grund liegt in der Verletzlichkeit der Nervengeflechte und
Blutgefäße, die Schließmuskel und Penis versorgen. Sie verlaufen in dem Gewe-
be, das die Prostata umschließt. Dementsprechend ist der optimale Zugang zur
Prostata endoskopisch alternativ durch die Harnröhre. Dabei wird die Prostata
durch die Harnröhre hindurch minimalinvasiv mit einer Schlinge abgetragen
und entfernt. Die Öffnung des Bauches wird vermieden und somit die Verlet-
zung des Gefäß-Nervenbündels. Zudem ist das alternative endoskopische Ope-
rieren für den Patienten weitaus schonender. Die Inkontinenzrate Grad 2 beträgt
dabei weniger als 1%
.

Im Vergleich zu anderen alternativen Operationsverfahren, wie der Therapie
mit hoch-intensiv-fokussiertem Ultraschall (HifU), stellt dies eine erhebliche
Verbesserung dar und die Potenzerhaltung liegt bei über 70%. Noch ein weiterer
Vorteil zur HifU-Methode ist wichtig: Vor der HifU-Anwendung ist in der ers-
ten Sitzung eine endoskopische Prostataoperation zur Verminderung der Gewe-
bemasse erforderlich. Dabei werden jedoch Reste der Prostata zurückgelassen.
Wochen später erfolgt die Anwendung des Ultraschalls. Bei der „alternativen
radikalen, d.h.vollständigen endoskopischen Prostataresektion“ (TURPC) der
Reuter Klinik wird die Prostata sofort ganz entfernt - eine 2 Sitzung mit HifU ist
somit nicht sinnvoll und nicht erforderlich. Lediglich bei Hochrisiko Krebs kann
eine Sicherheitsoperation sinnvoll sein.

Nach über 1.400 von uns durchgeführten Eingriffen stellt diese Operationsme-
thode der alternativen radikalen endoskopischen Prostataresektion einen Routi-
neeingriff für uns dar und die Patienten können nach wenigen Tagen die Klinik
wieder verlassen. Zudem ist die nötige Erholungszeit so kurz, dass die meisten
Patienten keine Reha-Kur im Anschluss wünschen.

Für mehr Informationen können sie einen Beratungstermin
unter der Telefon-Nummer 0711 / 96 040 - 5 vereinbaren.